Bei besonderen Zahndefekten (z.B. MIH)

MIH = Molar Incisor Hypomineralisation

Die MIH ist ein qualitativ bedingter Schmelzdefekt an einem oder mehreren bleibenden Backenzähnen (Molaren) mit oder ohne Beteiligung der bleibenden Frontzähne (Inzisiven).

Es kommt zu einer veränderten Schmelzstruktur, Schmelztransluzenz und Schmelzfarbe, hervorgerufen durch eine Störung in der Mineralisation und Reifung der Schmelzmatrix bei der Entwicklung der Zähne.

Man unterscheidet drei Gradabstufungen der MIH, die von kleinen Schmelzflecken bis hin zu großen Schmelzabbrüchen reichen. Ist der Zahn großflächig von der Mineralisationsstörung betroffen, kann es zu Sensibilitätsstörungen  an den Zähnen kommen. Auf Grund von Hypersensibiltäten (Überempfindlichkeiten) bei der MIH putzen die Kinder häufig schlecht die Zähne, weil  das Zähne putzen Schmerzen verursachen kann. Die Folge ist Karies an den MIH – Zähnen.

Je nach Schweregrad der MIH unterscheidet man verschiedene Therapiemöglichkeiten. Ziel der Therapie von MIH ist die Schmerzkontrolle durch Kariesvermeidung bzw. Kariestherapie.

Die Ursachen der MIH sind bis heute noch ungeklärt, deswegen sind regelmäßige Zahnarztbesuche mit Prophylaxemaßnahmen sowie die entsprechenden Therapiemöglichkeiten wichtig, um die MIH frühzeitig zu erkennen und die Zähne lange zu erhalten.

Schmelzbildungsstörungen bei Kindern
Kinderzahnarztpraxis Dr. med. Elisabeth Busam
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