Erstgespräch und -untersuchung

Erstgespräch und -untersuchung

Beim ersten Termin darf Ihr Kind erst einmal bei uns ankommen und uns kennenlernen. Der Termin beinhaltet ein ausführliches Gespräch, eine Beratung und – soweit möglich – eine gründliche zahnärztliche Untersuchung. Besteht Behandlungsbedarf, erklären wir Ihnen das weitere Vorgehen.

Bei kleinen Kindern ist bei Behandlungsbedarf zuerst eine Spielsitzung sinnvoll.

Spielsitzung

In dieser sprechen wir mit Ihrem Kind über die Behandlung und die einzelnen Instrumente und Geräte in einer ganz eigenen kindgerechten Sprache. Wir haben spezielle Ausdrücke für die einzelnen Instrumente und Vorgänge, an die positive oder neutrale Assoziationen gebunden sind. Ihr Kind darf selbst spielerisch erfahren, wie zum Beispiel ein „Schlurfi“ funktioniert, wie sich eine Watterolle anfühlt oder „Zahnknete“ aussieht. So kann es begreifen, wie wir die Behandlung durchführen, einzelne Schritte kennenlernen und auch praktisch ausprobieren. Gleichzeitig lernen wir als Behandler Ihr Kind besser kennen und können eine Beziehung zu ihm aufbauen.

Bitte benutzen Sie zuhause und in der Praxis die gleichen Bezeichnungen wie wir, da Ihr Kind sonst verwirrt ist und der positive Effekt verloren gehen kann.

Behandlungsversuch

Nach der Spielsitzung wird bei kleinen oder sehr ängstlichen Kindern ein Behandlungsversuch durchgeführt, bei dem sich der Behandler vorsichtig an eine Behandlung herantastet. Manche Kinder brauchen vielleicht noch ein bisschen Zeit oder mehr Geduld, bzw. noch weitere Behandlungsversuche, bis sie sich öffnen.
So kann meistens eine gute Entscheidung getroffen werden, wie wir Ihr Kind weiterbehandeln können.

Dabei stehen uns viele Möglichkeiten und Techniken und eine langjährige Erfahrung zur Verfügung.

Kleine Behandlungsschritte

...sind für uns als Behandler sehr wichtig, damit wir uns vorsichtig an die Behandlung herantasten können, ohne Ihr Kind zu erschrecken oder zu überfordern.

Ihr Kind kann Vertrauen gewinnen, ohne dass es zu Situationen kommt, die es nicht bewältigen kann.

Bewusste Sprache

Bitte vermeiden Sie angsterzeugende Formulierungen wie z.B.: „Es passiert nichts!“, „Du musst keine Angst haben!“ oder „Sie tut nichts!“

Diese Formulierungen bewirken genau das Gegenteil dessen, was Sie aussagen. Da das Unbewusste keine Verneinung kennt, hört es nur die Worte „Angst“, „passiert“, ... So assoziiert Ihr Kind sofort unangenehme Gefühle und Vorstellungen und bekommt erst recht Angst.

Fragen Sie auch bitte nach der Behandlung nicht: „War es schlimm?“ Da Ihr Kind sonst vielleicht bei der nächsten Behandlung etwas Schlimmes erwarten wird.

Auch das Drohen mit dem Zahnarzt und dem Bohrer führt im Falle einer notwendigen Behandlung dazu, dass Ihr Kind Angst bekommt und eventuell nicht mitmachen möchte.

Gehen Sie bitte mit Ihrem Kind zum Zahnarzt als einem neutralen Ort und loben Sie es für jeden kleinen Behandlungsschritt. Es sollte nie entmutigt oder mit einem Gefühl des Versagens aus der Praxis gehen

Kinderzahnarztpraxis Dr. med. Elisabeth Busam
Rudolf-Diesel-Str. 3, 78224 Singen | +49 7731 794170